Informatives zum ungarischen Rosenzüchter Gergely Márk und der Rose ’Heilige Elisabeth’

Gergely Márk und sein berühmter Vorgänger Rudolf Geschwind

Die Bezeichnung „ungarische Rosen“ tauchte am Ende des 19. Jahrhunderts auf. So wurden auf der Weltausstellung in Paris die damals bekannt gewordenen winterharten Sorten von Rudolf Geschwind (1829–1910) bezeichnet. Es gibt eine Reihe von Parallelen in den Züchtungsaktivitäten von Gergely Márk (1923–2012) und seinem Vorgänger.

Beiden Züchtern war es vergönnt über fünfzig Jahre lang neue Sorten zu züchten. Beide Züchter haben zur Steigerung der Widerstandsfähigkeit der Rosen wesentlich beigetragen. Die Geschwind-Sorten haben den Rosenliebhabern ermöglicht, ihre Rosen nicht im Treibhaus, sondern im freien Land überwintern lassen zu können. So kamen die Rosen in die Gärten der s. g. einfachen Leute.

Gergely Márk und Rudolf Geschwind

Der Großteil der Márk-Sorten entstand im Freiland unter den extremen Klima- und Wetterbedingungen Ungarns, auf sehr magerem Boden, auf einem zwei Hektar großem Grundstück ohne Wasser- und Stromanschluss sowie mit minimalem Arbeitsaufwand von drei Rentner(innen). Die Beobachtung der Márk-Sorten dauerte vielfach Jahrzehnte lang. Als Ergebnis dieser Umstände entstanden auf folgenden Gebieten besonders widerstandsfähige Márk-Rosen:

Sorten, welche u. a. folgende Bedingungen gut vertragen

  • Starker Frost und Temperaturstürze;
  • Extreme Hitzeperioden;
  • Anhaltende Kalte und Nässe;
  • pH-Wert des Bodens über 8,3

Im Folgenden finden Sie einige Márk-Rosen als Beispiele für die erwähnten Arten der Widerstandsfähigkeit. Für mehr Information über die Bewertung von Márk-Sorten siehe u. a. „Remembering the Roses Hybridized by Hungarian Rose Breeder, Gergely Márk“ ´Paper presented at the World Rose Convention, Vancouver, June 23, 2009 by Eva Kigyóssy-Schmidt. Dort wurden rund 130 Márk-Sorten nach den einzelnen Prüfungskriterien von Prädikat erteilenden Prüfungsgärten in Zusammenarbeit mit dem Ehepaar Márk ausgewertet. Viele der untersuchten Márk-Sorten haben bestimmte Kriterien im überdurchschnittlichen Maß erfüllt. Erwähnenswert ist das Ergebnis, dass die berühmte Márk-Rose ’Heilige Elisabeth’ alle damals für wichtig gehaltenen Prüfungskriterien weit über dem Durchschnitt hinaus erfüllte.

Eine weitere Parallele der Züchtungstätigkeiten von Rudolf Geschwind und Gerely Márk ist die Gesamtzahl der Rosensorten, die sie heraus gebracht haben. Bei beiden Züchtern wird diese Größe auf zwischen 800 und 1000 neue Sorten geschätzt. Nach Expertenmeinungen existieren gegenwärtig nicht einmal dreißig Geschwind-Sorten, die mit Sicherheit identifizierbar sind.

Um dieses Schicksal des Márk-Erbes zu vermeiden, wurden die „Márk Memorial Rosengarten“ Non-Profit GmbH und der Verein „Freunde der Márk Rosen“ e. V. gegründet. Nach zehn Jahren Alleingang bei der Erhaltung der Márk-Sammlung sind unsere finanziellen Quellen erschöpft. Das Weiterleben der geretteten Márk-Sorten hängt davon ab, ob für die Periode des Übergangs von der Aufbauphase bis zum Selbsterhalt dieser einmaligen Rosensammlung eine finanzielle Unterstützung zuteil wird oder nicht. Weil alle unsere Bemühungen um eine Dotation von offiziellen Stellen fehlgeschlagen haben, wenden wir uns an alle Rosenliebhaberinnen und Rosenliebhaber: Bitte unterstützen Sie den Erhalt der Márk-Sammlung. Werden Sie förderndes Mitglied des Vereins „Freunde der Márk Rosen“ e. V. mit einem Jahresbeitrag und ohne jegliche Verpflichtung.

Unterstützen Sie das Überleben des Mark-Erbes!

Im vergangenen Jahr haben 123 uneigennützige Rosenfreundinnen und Rosenfreunde zum Erhalt der Márk-Sammlung beigetragen. Auch dieses Jahr bedarf der Erhalt der Sammlung der weiteren Unterstützung. Mit Ihrem Beitrag oder mit Ihrer Fördermitgliedschaft können auch Sie dazu beitragen, dass eine große Anzahl hochwertiger Rosen nicht dem unwiederbringlichen Verschwinden preisgegeben wird.

Márk-Rózsa Barátok Egyesület – Márk-Rosen Freunde e. V.
Referenz: Unterstützung
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